Business Headshot Vorbereitung
So sehen Sie auf Ihrem professionellen Headshot wirklich gut aus
Ihr Headshot ist oft der erste Kontaktpunkt: LinkedIn, Website, Speakerprofil, Recruiting. Wer vorbereitet kommt, wirkt klarer, souveräner und entspannter. Diese Seite beantwortet die typischen Fragen vor dem Shooting – ohne Drumherum.
Hinweis: Wenn Ihr Shooting als On-Site-Session im Unternehmen stattfindet, schicken Sie diese Seite gern intern an alle Teilnehmenden.
1) Wirkung klären, bevor Sie Outfit wählen
Ein Headshot hat immer einen Zweck. Entscheiden Sie, welche Wirkung Sie primär brauchen: nahbar, durchsetzungsstark, analytisch, kreativ. Das bestimmt Kleidung, Styling und Ausdruck.
- Wofür wird das Bild genutzt: LinkedIn, Website, Presse, Recruiting, interne Profile?
- Welche Branche, welches Umfeld: konservativ, modern, Tech, Beratung, Kreativ?
- Welche Seite funktioniert bei Ihnen besser: links/rechts? Test mit Smartphone, neutraler Blick.
Mini-Check
- Wählen Sie 2–3 Referenzbilder, die Ihnen gefallen (nicht nachmachen, nur Richtung zeigen).
- Notieren Sie 3 Begriffe, die Sie ausstrahlen wollen (z. B. klar, freundlich, präzise).
2) Kleidung: ruhig, gut sitzend, fussel-frei
Das Gesicht ist der Fokus. Kleidung unterstützt. Je „lauter“ das Outfit, desto mehr konkurriert es mit Ihrem Blick.
Funktioniert in den meisten Fällen
- Einfarbige Oberteile, gedeckte Farben, saubere Kanten
- Sakko/Blazer oder hochwertiger Strick, je nach Branche
- Passform: lieber etwas enger als zu weit (zu weit wirkt schnell schlampig)
- Vorher bügeln, Fusselrolle nutzen
- Kontrast beachten: Da wir meist vor Mittelgrau fotografieren, wählen Sie Kleidung, die sich farblich deutlich vom Hintergrund abhebt.
Lieber vermeiden
- Große Logos und harte Muster (Moiré-Effekt möglich)
- Sehr glänzende Stoffe
- Übergroßer Schmuck, der Licht frisst oder reflektiert
- Weißes Unterhemd unter hellem Hemd (schimmert)
Bringen Sie 2–3 Outfits. Wir entscheiden vor Ort anhand von Licht, Hintergrund und Zweck. Das spart Fehlgriffe.
3) Haare und Bart: Timing richtig setzen
- Haarschnitt ideal 2–5 Tage vorher, damit es „sitzt“ und nicht frisch geschnitten wirkt.
- Styling wie im Alltag. Keine neue Frisur fürs Foto.
- Bart: klare Entscheidung (glatt, Stoppel, Vollbart) und entsprechend am Vortag sauber formen.
- Kamm oder Bürste mitbringen.
4) Haut: Schlaf schlägt Pflegeprodukte
- 2–3 Tage vorher ausreichend trinken.
- Am Shooting-Tag keine öligen Cremes im Gesicht (Glanz unter Studio-Licht).
- Neue Produkte oder Peelings kurz vorher vermeiden.
- Kleine Unreinheiten sind kein Drama. Die lassen sich gezielt retuschieren.
5) Brille: Optionen schaffen
- Gläser reinigen, Mikrofasertuch einpacken.
- Wir fotografieren auf Wunsch mit und ohne Brille, damit Reflexe kein Thema sind.
- Entspiegelung hilft, ist aber nicht zwingend.
6) Terminplanung: nicht gehetzt erscheinen
- Wenn möglich: kein Shooting zwischen zwei Stress-Terminen.
- 10–15 Minuten Puffer einplanen, ankommen, kurz runterfahren.
- Guter Schlaf am Vortag macht einen sichtbaren Unterschied.
7) Am Set: Sie müssen nicht posen können
Viele Leute glauben, sie müssten „fotogen“ sein. Müssen sie nicht. Ich gebe klare Ansagen zu Haltung, Blick, Kinn, Schultern und Mikromimik. Ich unterstütze Sie aktiv dabei, den passenden Ausdruck zu finden, der Ihre Persönlichkeit optimal widerspiegelt. Den Rest steuere ich.
Wenn Sie unsicher sind: sagen Sie es. Dann bauen wir die Session so, dass Sie schnell in einen ruhigen Rhythmus kommen.
FAQ
Welche Farben funktionieren am besten?
Gedeckte, ruhige Farben funktionieren fast immer. Dunkelblau und Grau sind sichere Optionen. Sehr grelles Weiß kann hart wirken, sehr tiefes Schwarz schluckt manchmal Details. Achten Sie auf Kontrast: Kleidung in der Farbe des Hintergrunds lässt Sie untergehen. Entscheidend ist Ihr Hautton – deshalb sind 2–3 Optionen sinnvoll.
Make-up ja oder nein?
Wenn Sie Make-up tragen: so wie im Alltag, nur sauber gearbeitet. Ziel ist ein gleichmäßiger Hautton und weniger Glanz, keine sichtbare „Maske“. Wer sonst kein Make-up nutzt, braucht es nicht.
Wie stark wird retuschiert?
Ich retuschiere dezent: temporäre Unreinheiten, leichte Augenringe, kleine Hautdetails. Keine Gesichtsform-Änderungen, keine künstliche Haut. Sie sollen wie Sie selbst aussehen – nur ausgeschlafen.
Kann ich mit und ohne Brille fotografiert werden?
Ja. Das ist sogar sinnvoll. Dann haben wir Auswahl, falls Reflexionen trotz sauberem Setup stören oder Sie auf manchen Plattformen ohne Brille klarer wirken.
Wie lange dauert ein Headshot-Shooting?
Das hängt vom Zweck ab. Für eine Person mit einem Look reicht oft ein kompakter Slot. Für Personal Branding mit Outfitwechseln brauchen wir mehr Zeit. Schreiben Sie mir kurz Ihren Einsatzbereich, dann setze ich die Session passend auf.